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"Vergeßt auch nicht die kleinen Schurken dieses Systems!"

Sonntag, 09. März, 11 Uhr

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Wie die Gestapo-Verfolger der Weißen Rose nach der "Stunde Null" davonkamen Eine Erinnerung an 80 Jahre Kriegsende - von Ulrich Chaussy

Die Geheime Staatspolizei, kurz Gestapo genannt, stand für den NS-Überwachungsstaat, in dem es keine Parteien außer der NSDAP, keine freie Meinungsäußerung, schon gar keine freie Presse gab, in dem schon die bloß gesprächsweise geäußerte abweichende Meinung unter schwerster Strafandrohung bis zu Todesstrafe stand. Sie hat den Blutrichtern und Henkern der NS-Zeit die Widerstandskämpfer zur Aburteilung ausgeliefert, wie etwa die Mitglieder der "Weißen Rose".


Ulrich Chaussy hat untersucht, wie ihre Mitwirkenden von Beamten der Münchner Gestapo-Leitzentrale überführt und die Widerstandsgruppe zerschlagen wurde. Dabei stieß er auf bizarre Geschichten. Die Verfolger von einst wurden nach dem Krieg nicht nur so gut wie gar nicht zur Verantwortung gezogen, einige ermittelten sogar fast bruchlos weiter gegen "Staatsfeinde" - jetzt in den Diensten der Amerikaner. Die Hoffnung der Weißen Rose auf einen Neubeginn nach dem Ende der Nazizeit erfüllte sich nicht: „Merkt Euch die Namen, auf dass keiner entkomme! Es soll Ihnen nicht gelingen, in letzter Minute noch nach diesen Scheußlichkeiten die Fahne zu wechseln und so zu tun, als ob nichts gewesen wäre!“


Was nach der "Stunde Null" geschah, rekonstruiert Chaussy in Gesprächen mit Zeitzeugen, darunter dem Sohn des Gestapo-Ermittlers Robert Mohr, der Sophie Scholl und Anneliese Knoop Graf verhörte, mit Unterlagen des amerikanischen Geheimdienstes CIC über Anton Mahler. Mahler, der Hans Scholl dem Blutrichter Freisler auslieferte. Ulrich Chaussys Vortrag ist multimedial – mit der Einspielung von Audio- und Videointerviews.

Eine Kooperation mit der vhs im Norden München e. V. 

Chaussy_Ulrich_Copyright Shantan Kumarasamy

Shantan Kumarasamy

Ulrich Chaussy beschäftigt sich intensiv und lange mit Themen, die ihn interessieren. Bekanntheit erlangte er vor allem durch seine Recherche zum Oktoberfestattentat. Wichtige Bücher von ihm sind über Rudi Dutschke, die "Weiße Rose" und den Chemiker Arthur Eichengrün erschienen.

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